11. Oktober 2026

Sonntagnachmittag um Vier in der Synagoge.

Die Gewissensfreiheit eines Christen. Ermächtigung und Ermutigung. Matthias Storck liest aus seinen Büchern.

Matthias Storck war Pfarrer in Kirchlengern und Herford. In den 1970ern hatte er in der DDR mit dem Theologiestudium begonnen. Wegen seines christlich begründeten Widerspruchs gegen Wehrunterricht, politische Bevormundung und die Ideologie der SED geriet er ins Visier der Staatssicherheit, in deren Auftrag ihn ein befreundeter Pfarrer bespitzelte.

1978 kam Matthias Storck für neun Monate in Untersuchungshaft, wegen des Vorwurfs, seine spätere Ehefrau und er hätten eine Republikflucht geplant. Es folgte eine Verurteilung zu zwei Jahren und acht Monaten Haft. Nach 14 Monaten im Gefängnis wurde er von der Bundesrepublik freigekauft.

Über die Zeit in politischer Haft verfasste er zwei Bücher: „Vaterland zum Mitnehmen. Erfahrungen eines Freigekauften“ und „Karierte Wolken. Lebensbeschreibungen eines Freigekauften“. Aus ihnen wird er an diesem Nachmittag vorlesen.

In der Synagoge der Jüdischen Gemeinde Herford-Detmold wird in der Reihe „Sonntagnachmittag um Vier in der Synagoge“, seit Jahren ein hochwertiges Konzert oder eine Lesung mit dem niederschwelligen Angebot eines ungezwungenen Kaffeetrinkens verbunden.

Nach jeder Veranstaltung im Gottesdienstraum der Synagoge plaudern die Gäste, die Musikerinnen und Musiker im Gemeindesaal bei Tee, Kaffee und Keksen über Gott und die Welt.

Organisiert wird Sonntagnachmittag um Vier in der Synagoge von dem evangelischen Kirchenmusikdirektor a. D. Johannes Vetter in Zusammenarbeit mit der Jüdischen Gemeinde und der GCJZ Herford.

Termin:
11. Oktober 2026
16:00 Uhr

Ort:
Synagoge Herford
Komturstr. 21-23
32052 Herford

Eintritt frei.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.