6. September 2026

Sonntagnachmittag um Vier in der Synagoge.

Die Gewissensfreiheit eines Juden. „Was ich von Moses Mendelssohn gelernt habe“. Johannes Vetter erzählt von der jüdischen Aufklärung und ihren Folgen.

Der 6. September ist der Geburtstag des jüdischen Philosophen Moses Mendelssohn. 1729 wurde er in Dessau geboren. Sein Name ist verbunden mit dem Begriff Haskala, der jüdischen Aufklärung. Mendelssohn war aufgeklärter Individualist UND frommer Angehöriger des Judentums.

Gewissensfreiheit – sie ist es, die für Mendelssohn den selbstbewussten, einzelnen Menschen und die Religionsgemeinschaft miteinander verbindet. Dogmen, Intoleranz und die Verbindung von Religion und politischer Macht kritisierte er.

Johannes Vetter hat sich jahrzehntelang immer wieder mit Moses Mendelssohn auseinandergesetzt, diskutierte ihn mit jüdischen und christlichen Bekannten. An diesem Nachmittag stellt er den Philosophen vor, und zwar mit einer persönlichen Note: „Was ich von Moses Mendelssohn gelernt habe“.

In musikalischen Zwischenspielen auf dem Flügel wird Johannes Vetter auch Musik des Enkels Moses Mendelssohns – Felix Mendelssohn Bartholdy – zu Gehör bringen.

In der Synagoge der Jüdischen Gemeinde Herford-Detmold wird in der Reihe „Sonntagnachmittag um Vier in der Synagoge“, seit Jahren ein hochwertiges Konzert oder eine Lesung mit dem niederschwelligen Angebot eines ungezwungenen Kaffeetrinkens verbunden.

Nach jeder Veranstaltung im Gottesdienstraum der Synagoge plaudern die Gäste, die Musikerinnen und Musiker im Gemeindesaal bei Tee, Kaffee und Keksen über Gott und die Welt.

Organisiert wird Sonntagnachmittag um Vier in der Synagoge von dem evangelischen Kirchenmusikdirektor a. D. Johannes Vetter in Zusammenarbeit mit der Jüdischen Gemeinde und der GCJZ Herford.

Termin:
06. September 2026
16:00 Uhr

Ort:
Synagoge Herford
Komturstr. 21-23
32052 Herford

Eintritt frei.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.